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Uran im Trinkwasser |
In den menschlichen Verzehr gelangen: Trinkwasser, Mineralwasser, Heilwasser und Wasser zur Lebensmittelproduktion. Die Inhaltsstoffe sind gesetzlich geregelt und werden durch Grenzwerte festgelegt. Neben den Grenzwerten gibt es auch eine Festlegung von „Richtwerten“, welche aber von den Inverkehrbringern nicht eingehalten werden müssen.
Die Zusammensetzung der Wässer ist regional sehr unterschiedlich. Bekannt ist hier z.B. die Wasserhärte, welche von der geologischen Gesteinszusammensetzung abhängig ist.
Die Wässer haben positive Inhaltsstoffe (wie z.B. Calzium, Magnesium, Kalium) und negative Inhaltsstoffe (wie z.B. Schwermetalle, Ammonium, Radionuklide und organische Verunreinigungen). Wasser mit negativen Inhaltsstoffen wird als belastetes Wasser bezeichnet. Diese negativen Inhaltsstoffe sind natürliche Einträge, häufig aber auch Oberflächeneinträge, z.B. aus der Landwirtschaft in das Wasser.
Mittels Wasseraufbereitungsanlagen werden die Wässer filtriert und müssen den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. In der europäischen Diskussion steht hierbei, welche Wasserparameter „schädlich“ sind und ab welcher Konzentration.
Uran ist ein hochgiftiges Schwermetall und nach den neuerlichen Veröffentlichungen wird darüber diskutiert, welche Höchstwerte das Wasser für die menschlichen, aber auch für die tierische Aufnahme aufweisen sollte.
Das Bundesumweltamt empfiehlt einen Höchstwert von 10 µg, die Weltgesundheits-organisation (WHO) hingegen eine Höchstgrenze von 15 µg / l Trinkwasser. Für Mineralwässer, die zur Säuglingsnahrung zugelassen sind, gilt der Höchstwert von 2 µg Uran pro Liter Wasser.
Bei Uran verhält es sich anders als bei einigen anderen Schwermetallen, welche in niedrigen Konzentrationen für den Organismus notwendig sind und dann als Spurenelemente bezeichnet werden.
Die Messergebnisse für Uran in Bayern sind:
70,9 % unter 2 µg
19,7 % von 2 – 10 µg
7,3 % von 10 – 20 µg
2,1 % über 20 µg
Anmerkung: 1 Mikrogramm (µg) = 1/1.000-stel Milligramm
Natürliche Zeolithe sind Ionenaustauscher (Kationenaustauscher) und je nach Typ und Qualität mit hoher Affinität hinsichtlich der Absorbtion von Schwermetallen.
Gut geeigneter Zeolith ist: Chabasit, Phillipsit, Clinoptilolith.
Mittels Ionenaustausch kann Uran, sowie weitere Schwermetalle und v.a. auch Ammonium-Ionen ohne Chemikalienzugabe adsorbiert werden. Dies ist in Filteranlagen in Wasseraufbereitunganlagen möglich.
Selbst der Einsatz in vorhandenen häuslichen Filtern wäre effektiv und problemlos möglich.
Neben Uran sind als weitere Schadstoffe in regional unterschiedlichen Mengen als Radionuklide in den Wässern:
Ausgangsnuklid der Uran-Radium-Zerfallsreihe: U 238 (Primordale Radionuklide)
Tochternuklide der Uran-Radium-Zerfallsreihe: Th 234
Pa 234 m
U 234
Ra 226
Pb 214
Bi 214
Pb 210 (Mittelwert Mutternuklide)
K 40 (Primordale Radionuklide)
Spaltprodukte in der Kerntechnik: Cs 134
Cs 137
Ausgangsnuklid der Thorium-Zerfallsreihe: Th 232 (Primordale Radionuklide)
Tochternuklide der Thorium-Zerfallsreihe: Ac 228
Th 228
Ra 224
Pb 212
Bi 212
Tl 208
Ausgangsnuklid der Actinium-Zerfallsreihe: U 235 (Primordale Radionuklide)
Wir beraten Sie gerne.